Du denkst vielleicht, du hast alles richtig gemacht: die Abonnentenliste sorgfältig segmentiert, eine knackige Betreffzeile gefunden und eine überzeugende E-Mail geschrieben, die deinen Kunden echten Wert liefert. Die harte Wahrheit ist aber: All deine Mühe kann umsonst sein, denn deine Maßnahmen wirken nur, wenn deine E-Mails auch wirklich im Posteingang deiner Abonnenten landen.
Statistiken zufolge liegt die durchschnittliche Zustellbarkeitsrate (also die Kennzahl, die zeigt, wie gut ein Unternehmen E-Mails an seine Abonnenten zustellt) bei 84,2 %. Selbst mit den vertrauenswürdigsten Plattformen für E-Mail-Marketing erreicht dieser Wert nie die gewünschten 100 %. Obendrein riskierst du weiterhin, im Spam zu landen oder gar nicht erst zugestellt zu werden. Aktuelle Studien zeigen, dass 20 % aller E-Mails im Spam landen. Unsere eigenen Messungen bestätigen diese Lücke: Von den Nachrichten, die wir testen, bestehen 82 % eine vollständige Prüfung der Zustellbarkeit, 14 % lösen Warnungen aus und 4 % fallen komplett durch. Das belegt: Selbst Absender mit den besten Absichten verschenken Chancen auf den Posteingang.
Was also tun? Wie vermeidest du, wertvolle Ressourcen, Geld und Zeit zu verlieren und deinen perfekt gebauten digitalen Newsletter zu verschwenden? Wie kommst du in den Posteingang deiner Abonnenten, sicherst dir deinen Platz und startest eine Marketing-Kampagne?
Es gibt mehrere Wege, deine Chancen auf Zustellung zu erhöhen. Zuallererst musst du aber die Probleme mit der E-Mail-Zustellbarkeit angehen, denn sie machen alles andere zunichte. Schauen wir uns an, warum eine hohe Zustellbarkeitsrate so wichtig ist und wie du Risiken senkst und alle möglichen Probleme sofort beseitigst.
Zustellbarkeitsprobleme beheben
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Warum es wichtig ist, Zustellbarkeitsprobleme sofort zu beheben
Probleme mit der E-Mail-Zustellbarkeit sofort zu beheben ist entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Erstens ist Zeit Geld, und E-Mail-Marketing bildet da keine Ausnahme. Jede Verzögerung, jedes Aufschieben und jede fehlgeschlagene Zustellung an Abonnenten kostet Zeit und reißt spürbare Löcher ins Budget. Große Konzerne können solche Ausgaben verkraften, Start-ups und die meisten Unternehmen in einer frühen Phase können sich das nicht leisten.
Zweitens hilft eine sofortige Reparatur, die Folgen nicht zugestellter digitaler Korrespondenz zu vermeiden. Manche Unternehmen müssen komplett von vorn anfangen, mit neuen Investitionen und zusätzlichem Personal. Andere kämpfen mit verpassten Gelegenheiten, ihre Zielgruppe zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Angebot zu erreichen. Solche Folgen können Umsatz und Erfolg eines Unternehmens schwer beschädigen.
Drittens verschafft schnelles Problemlösen Kontrolle über das aktuelle Umfeld und erlaubt Änderungen, die es für den künftigen Betrieb angenehmer und stabiler machen. Anders gesagt: Wer Zustellbarkeitsprobleme sofort behebt, legt ein solides Fundament für seine Kampagnen. Und er kann sich an neue Anforderungen, Vorgaben und Markterwartungen anpassen.
Viertens adressierst du mit einer schnellen Reparatur auch künftige Risiken. Wer rechtzeitig reagiert, findet die Hauptursache leichter und kann sie entschärfen oder beseitigen. Aus Erfahrung und aktuellen Ereignissen lässt sich ableiten, was künftig passieren kann, und damit ipso facto beeinflussen, wie wahrscheinlich ein Vorfall wird oder ob er sich ganz vermeiden lässt.
Fünftens sammelt ein Unternehmen beim Lösen kniffliger oder komplexer Probleme neues Wissen und neue Erfahrung im Feld. Mit der Zeit bewältigt es deshalb auch schwierigere Fälle schnell und effizient.
Und schließlich erkennt und nutzt ein Unternehmen so die Chancen in seinem Umfeld. Zustellbarkeitsprobleme zu beheben heißt auch: neu denken, Neues bauen und das E-Mail-System samt Vorgehen so umbauen, dass am Ende bessere Ergebnisse stehen.

Ergebnis eines Spam-Tests von Unspam
Vorteile einer hohen Zustellbarkeitsrate
Abgesehen von diesen Gründen verbessert sich deine Zustellbarkeitsrate, wenn du Probleme mit einem verlässlichen Spam-Check findest und zeitnah behebst. In der Welt des E-Mail-Marketings ist sie das Fundament für jedes E-Mail-Programm und für jede erfolgreiche Kampagne. Sieh dir nur an, welche Vorteile eine hohe Zustellbarkeitsrate Unternehmen bringt.
- Du erreichst mehr Abonnenten.
- Die zentralen Kennzahlen im E-Mail-Marketing steigen: Öffnungsraten, Conversions und Leads.
- Der ROI steigt, weil du weniger E-Mails verschicken und erneut verschicken musst.
- Zustellsystem und Umfeld verbessern sich.
- Du baust eine unerreichte Absender-Reputation auf und kannst deine Kampagnen ohne Unterbrechung fahren.
- Das Vertrauen in die Marke und die Treue deiner Kunden werden stärker.
- Kundenbeziehungen werden fester, und die Interaktion bleibt erhalten.
Kurz gesagt: Eine hohe Zustellbarkeitsrate ist der erste und wichtigste Schritt zum Erfolg deiner E-Mail-Kampagne.
Die 5 häufigsten Gründe für eine niedrige Zustellbarkeitsrate
Es gibt keinen besseren Einstieg in die Reparatur, als die Hauptursachen zu verstehen. Vorbeugung verschafft dir schließlich immer einen Vorsprung und sichert Investitionen und Aufwand ab. Wo also graben? Schauen wir uns die verbreiteten Gründe an, warum Unternehmen niedrige Zustellbarkeitsraten erleben.
Schwache Absender-Reputation
Hinter den meisten Fällen einer niedrigen Zustellbarkeitsrate steckt eine schwache Absender-Reputation. Sie ist ein Wert, den angesehene Internet Service Provider (ISPs) wie AT&T oder Verizon jedem Absender zuweisen, und sie entscheidet darüber, ob E-Mails in den Posteingang zugestellt, abgelehnt oder in den Spam-Ordner geschoben werden.
Der Sender Score errechnet sich aus mehreren Faktoren, die Verhalten, E-Mail-System, Inhalte und den Zustand der Abonnentenliste eines Unternehmens beschreiben. Er ist außerdem eine zusammengesetzte Größe aus IP-Reputation und Domain-Reputation.
Jeder ISP hat eigene Algorithmen und Kriterien für die Berechnung. Einen einheitlichen Ansatz gibt es leider nicht. Eines gilt aber überall: Je höher dein Sender Score, desto wahrscheinlicher landet dein digitaler Newsletter beim Abonnenten.
Weil die Absender-Reputation eine zusammengesetzte Kennzahl ist, lässt sich das genaue Problem selten sofort benennen. Du musst also graben. Profis empfehlen, mit den zentralen Faktoren anzufangen, die zeigen, wie gesund der E-Mail-Austausch zwischen Unternehmen und Empfänger ist. Dazu gehören:
- Versandvolumen;
- Öffnungsrate und Klickrate;
- Rate der Spam-Beschwerden;
- Hard- und Soft-Bounce-Raten.
Es hilft außerdem, die Interaktion mit deinen E-Mails auszuwerten und die Abonnentenliste nach Empfängern zu durchforsten, die sich für deine Marke nicht mehr interessieren.

Sender Score: Plattform zur Bestimmung des Sender Scores
Blacklists
Wenn die Absender-Reputation als Ursache ausscheidet, ist die Suche in E-Mail-Blacklists dein nächster Schritt. Auf einer Blacklist zu landen, ob groß oder klein, wirkt sich auf alles aus: auf die E-Mail-Zustellbarkeit, die Absender-Reputation, den Ruf der Marke, den Umsatz und mehr.
Die traurige Wahrheit: Dort zu landen ist lächerlich einfach, wieder herunterzukommen kostet ein Unternehmen dagegen Zeit, Geld und Ressourcen.
Die nächste schlechte Nachricht: Blacklist-Anbieter erfassen ganze Mailserver. Betroffen ist also jeder, der darüber versendet, ganz gleich wie gut seine Absichten sind.
Das Schlimmste daran: Niemand benachrichtigt dich. Du riskierst also jedes Mal, viel Geld und Zeit in eine Marketing-Kampagne zu stecken und am Ende nichts zu bekommen, schlicht weil du auf einer Blacklist stehst und die ISPs deinen Newsletter ipso facto abgelehnt haben. Deine Abonnenten haben ihn nie zu Gesicht bekommen.
Am besten meidest du Blacklists um jeden Preis, doch selbst die Besten landen manchmal darauf. Deshalb ist es sehr zu empfehlen, die Blacklist-Anbieter regelmäßig zu prüfen: Schick deine Versanddomain und deine IP durch einen kostenlosen E-Mail-Blacklist-Check, um einen Eintrag zu bemerken, bevor er der Zustellbarkeit schadet. Jeder Dienst hat eine praktische Oberfläche, über die du herausfindest, ob deine IP oder deine Domain in seiner Datenbank steht. Und jeder hat ein Verfahren für die Blacklist-Entfernung, mit dem du deine Reputation zurückgewinnst.
Fehlende E-Mail-Authentifizierung
Die E-Mail-Authentifizierung gehört zu den drei häufigsten Ursachen für schlechte E-Mail-Zustellbarkeit.
Sie ist der technische Weg, um ISPs zu zeigen, dass eine E-Mail nicht gefälscht ist. Ist sie falsch eingerichtet, drohen zwei drastische Folgen. Erstens landet deine E-Mail im Spam-Ordner. Zweitens ruiniert sie deine Absender-Reputation, weil du für den ISP unglaubwürdig wirkst.
Als Vorbeugung ist es sehr zu empfehlen, deine E-Mails vorab zu authentifizieren. Das kann selbst erfahrene Sicherheitsprofis fordern, muss aber trotzdem sein. Richte dafür die drei zentralen Protokolle ein: SPF, DKIM und DMARC.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Authentifizierung stimmt, klär das mit deinem ESP, also deiner E-Mail-Versandplattform, oder gib es an ein professionelles Team ab. Die genauen Schritte unterscheiden sich von Plattform zu Plattform, deshalb helfen Leitfäden zur Zustellbarkeit für einzelne Plattformen, die dich für deinen tatsächlichen Versanddienst durch SPF, DKIM und DMARC führen.

E-Mail-Authentifizierung, Infografik von Mailtrap
Versandvolumen
Es klingt logisch: Je mehr E-Mails du verschickst, desto eher gewinnst du das Interesse deiner Abonnenten und machst Leads daraus. Tatsächlich gilt aber: Je größer das Versandvolumen, desto größer die Gefahr, deine Zustellbarkeitsrate zu ruinieren. Dafür gibt es zwei Hauptgründe.
Erstens mag niemand mit E-Mails bombardiert werden, egal von wem. Du riskierst steigende Beschwerderaten, die direkt mit einer schwachen Absender-Reputation zusammenhängen und zur Blockade führen können.
Zweitens mögen E-Mail-Anbieter große Versandvolumen nicht, besonders von jungen Unternehmen. Sie halten dich womöglich für einen Spammer oder Hacker und setzen dich zusätzlich auf eine Blacklist.
Fang deshalb klein und langsam an. Wenn du bereits ein großes Volumen fährst, segmentiere deine Abonnentenliste und sprich gezielt die relevanteste Zielgruppe für deine Kampagne an. Gib außerdem jeder Gruppe ein eigenes Zeitfenster, um das Versandvolumen zu senken.
Abonnentenliste von schlechter Qualität
Als Start-up ist die Versuchung groß, Kontakte zu kaufen oder abzugreifen und die Abonnentenliste innerhalb von Minuten aufzublasen. Genauso verlockend wirkt es, Abonnenten mit Tricks oder Geschenken zu gewinnen. Das ist allerdings das Schlimmste, was du deinem Unternehmen antun kannst.
Denn schnell wachsende Abonnentenlisten enthalten zwangsläufig Spamfallen, nicht existierende E-Mail-Adressen und Kontakte ohne jedes Interesse. Die Spamfallen bringen dich auf Blacklists. Der Rest ruiniert die Absender-Reputation mit einer hohen Bounce-Rate und mit Spam-Beschwerden.
Obwohl alle wissen, dass Qualität vor Quantität geht, landen viele Unternehmen wegen dieser „grauen“ Praktiken trotzdem bei schlechten Abonnentenlisten. Das macht sie zu einer der ersten Quellen für Zustellbarkeitsprobleme.
Wenn deine Zustellbarkeitsrate niedrig ist, fang deshalb damit an, deine Abonnentenliste aufzuräumen. Sehr zu empfehlen sind professionelle Dienste zur E-Mail-Verifizierung, mit denen du sicherstellst, dass jede Adresse in deiner Liste gültig ist.
Weitere Faktoren, die die E-Mail-Zustellbarkeit beeinflussen.
Neben diesen fünf großen Gründen für eine niedrige Zustellbarkeitsrate gibt es kleinere, aber ebenso schädliche Faktoren. Nämlich:
Unregelmäßige Versandfrequenz.
Sie kann die Interaktionsrate senken, was wiederum die Zustellbarkeitsrate drückt.
Schlechtes Timing.
Wie bei der richtigen Frequenz kommt es auch auf den richtigen Zeitpunkt an. Sonst riskierst du Beschwerden und schwache Interaktion, was die Zustellbarkeit senkt.
Zu viele Spam-Reizwörter.
Manche Wörter lösen Spam-Filter mühelos aus, blockieren die E-Mail und beeinträchtigen die Zustellbarkeit insgesamt.
Schwache Inhalte und schwaches Design.
Nicht nur Spam-Wörter halten deine E-Mail aus dem Posteingang fern, sondern auch zu viele oder zu große Bilder, kaputte Links, gekürzte URLs, schlecht formatierter Text und Layouts ohne responsives Verhalten. Solche Faktoren lassen die E-Mail bösartig wirken, und manche E-Mail-Anbieter sperren sie deshalb.
Hohe Beschwerderate.
Sie ist das stärkste negative Signal an Mailbox-Provider. Behalte sie im Blick und geh Beschwerden sofort nach.

Faktoren, die die E-Mail-Zustellbarkeit beeinflussen, Infografik von Clearout
Best Practices, um Zustellbarkeitsprobleme zu beheben
Bevor wir zu den Best Practices kommen, zeigen wir die wichtigsten Anzeichen für eine niedrige E-Mail-Zustellbarkeitsrate.
- Das erste Zeichen dafür, dass mit der Zustellbarkeit etwas nicht stimmt, ist ein plötzlicher Einbruch bei Kennzahlen wie Öffnungsrate und Klickrate. Auch schwache Interaktion kann vor Problemen warnen.
- Zweitens deutet ein plötzlicher Sprung bei der Soft-Bounce-Rate auf Zustellbarkeitsprobleme hin, vor allem wenn sie auch nach einem erneuten Versand hoch bleibt.
- Drittens ein ungewöhnlich schnelles Listenwachstum. Unerwartete Sprünge in der Listengröße gehen meist auf Anmeldungen durch Bots zurück, die zu einer ungesunden Abonnentenliste und ipso facto zu Problemen mit Absender-Reputation und Zustellbarkeit führen.
- Und schließlich ein Eintrag auf einer kleinen E-Mail-Blacklist. Anders als die großen Anbieter richten kleine Blacklists weniger Schaden an. Sie sind aber ein Warnsignal, das dich auf den Radar mächtigerer Blacklists bringen kann.
Wenn du eines dieser Signale bemerkst, ist es Zeit für die folgende Fehlersuche.
Von der E-Mail-Blacklist herunterkommen
Auf einer Blacklist zu landen gehört zu den drastischen Szenarien, die deine Zustellbarkeitsrate über Nacht halbieren. Wenn du also einen heftigen Einbruch siehst, prüfst du als Erstes die angesehenen Blacklist-Anbieter wie Spamhaus, Barracuda, Spamcop, Microsoft 365 und Cisco. Jede Plattform hat eine praktische Oberfläche, um ihre Datenbank abzufragen. Suche das jeweilige Abfrage-Tool, trag die IP-Adresse oder den Domainnamen ein und starte die Suche.
Was tun, wenn deine IP oder dein Domainname auf einer E-Mail-Blacklist steht? Jeder Anbieter hat ein eigenes Verfahren für das Delisting. Lies dir die Anleitung durch und überarbeite deine E-Mail-Praktiken so, dass sie den Standards entsprechen. Beantrage dann die Blacklist-Entfernung und warte auf die Freigabe.
Und was tun, wenn deine IP oder deine Domain NICHT auf den angesehenen E-Mail-Blacklists steht? Dann prüfst du die kleineren Listen. Die meisten davon beeinflussen die Chancen eines Absenders auf den Posteingang zwar kaum, können die Lage aber verschärfen. Deshalb ist es entscheidend, sicherzugehen, dass du nirgends gelistet bist.
Zur Einordnung: Ein Eintrag ist deutlich seltener, als die Panik darum vermuten lässt. Von den Versand-IPs, die wir testen, tauchen nur 3 % auf einer IP-Blacklist auf, und gerade einmal 0,28 % der Domains stehen auf einer Domain-Blacklist. Die große Mehrheit der Absender ist also sauber, doch der kleine Anteil, der gelistet wird, zahlt einen hohen Preis. Genau deshalb sind die paar Minuten für eine regelmäßige Prüfung gut investiert.
Wenn dir die Zeit für die Handarbeit fehlt, nimm professionelle Blacklist-Checks, die dir die schwere Arbeit abnehmen. Unsere Liste der besten Tools für Zustellbarkeits-Insights weiter unten hilft dir, die passende Lösung zu finden.

Spamhaus: Zentrum für die Blacklist-Entfernung
Authentifizierung und Infrastruktur prüfen
Authentifizierung und Infrastruktur spielen eine gewaltige Rolle für die störungsfreie Kommunikation zwischen Unternehmen und Empfänger im E-Mail-Kanal. Um Probleme in diesen Bereichen zu beheben, findest du zuerst heraus, welche Authentifizierungsprotokolle dein ESP in seiner Infrastruktur anbietet. DKIM und SPF müssen vorhanden und sauber konfiguriert sein, und der Weg dorthin unterscheidet sich je nach Anbieter. Wer über SendGrid oder Amazon SES versendet, hat jeweils einen eigenen Ablauf für die Domain-Authentifizierung, den du buchstabengetreu befolgen solltest. Obendrein solltest du DMARC-Einträge einplanen. In der Regel kommt DMARC als Zusatzfunktion, ist das Geld und den Aufwand aber wert. Sieh dir den Support-Bereich und die Dokumentation deines ESP an, um zu verstehen, wie du DMARC-konform wirst.
Genau bei DMARC scheitern die meisten Absender. Über alle Domains, die wir testen, zeigen unsere Benchmark-Daten: 90 % veröffentlichen einen gültigen SPF-Eintrag und 87 % signieren ihre Mails mit einem funktionierenden DKIM-Schlüssel, aber nur rund 58 % veröffentlichen eine DMARC-Richtlinie. Die übrigen 42 % haben überhaupt keine. Anders gesagt: SPF und DKIM einzurichten ist der einfache Teil. Wer die DMARC-Lücke schließt, hebt sich als vertrauenswürdiger Absender ab.
Die Abonnentenliste bereinigen
Beim Bereinigen der Abonnentenliste sind diese Schritte entscheidend:
- Die E-Mail-Adressen bereinigen, deren Inhaber am häufigsten mit der Marke interagieren.
- Inaktive und ungültige Kontakte entfernen.
- E-Mail-Adressen entfernen, deren Inhaber sich abgemeldet haben.
- E-Mail-Adressen löschen, die einen Hard Bounce ausgelöst haben.
- Auf Dubletten prüfen und sie entweder zusammenführen oder löschen.
- Offensichtliche Tippfehler korrigieren.
- Spam-Adressen erkennen. Dafür nutzt du professionelle Tools oder gehst manuell vor. In der Regel wirken sie sinnlos oder umgekehrt verblüffend nah an bekannten Namen.
- Sicherstellen, dass alle Kontaktdaten an der richtigen Stelle in der Datenbank stehen.
Wichtig ist dabei: Die Abonnentenliste braucht regelmäßige Pflege, denn laut ZeroBounce verfallen jedes Jahr mindestens 22,71 % einer E-Mail-Liste.

Zahlen von ZeroBounce
Die Absender-Reputation verbessern
Diese Kategorie der Reparatur ist riesig. Sie reicht von der knackigen Betreffzeile bis zur Kampagne, die zur Markenidentität passt. Wo also anfangen? Die Absender-Reputation hängt von vielen Faktoren ab, diese sind aber die wichtigsten:
- Interaktion der Empfänger;
- Qualität von Inhalt und Design;
- Abmelderate;
- Spamfallen.
Fang deshalb mit Praktiken an, die diese Faktoren verbessern. Es gibt zahllose Ansätze, sehen wir uns einige davon an, damit du die Richtung kennst.
Die Interaktion der Empfänger steigerst du mit diesen Tipps:
- Saubere Segmentierung.
- Hyper-Personalisierung.
- Kalte Abonnenten aussortieren.
- Eine knackige Betreffzeile schreiben.
- Die Erwartungen der Abonnenten erfüllen.
Die Abmelderate senkst du mit diesen Grundregeln:
- Hol dir über ein Double-Opt-in-Formular ausschließlich verifizierte und interessierte Menschen an Bord.
- Kauf oder sammle niemals eine Abonnentenliste.
- Verfolge die Reaktionen deiner Abonnenten, damit deine Inhalte echten Wert liefern.
- Bombardiere deine Abonnenten nie.
- Verschicke E-Mails zum richtigen Zeitpunkt.
- Setze auf Follow-up-E-Mails, ohne dabei aufdringlich zu werden.
Qualität von Inhalt und Design ist ein weites Feld: von aktuellen Trends im E-Mail-Design bis zu Postcards, mit dem du mobilfreundliche Templates erstellst, die den CAN-SPAM Act vollständig erfüllen. In diesem Leitfaden zum E-Mail-Design erfährst du, was nötig ist, damit dein E-Mail-Design den aktuellen Standards und den Erwartungen deines Publikums entspricht.
Und nicht zuletzt: Spamfallen und der Weg zurück. Klär als Erstes, was Spamfallen überhaupt sind. Vereinfacht gesagt sind es E-Mail-Adressen. Manche waren einmal in Gebrauch, andere wurden eigens dafür angelegt. Sie sollen Unternehmen entlarven, die „schmutzige“ Wege der Adressgewinnung predigen. Wird ein Absender erwischt, blockiert der ISP ihn oder beobachtet ihn sehr genau.
Zweitens: Nutze E-Mail-Validierung für deine Kontaktlisten, um Spamfallen zu finden und zu entfernen.
Drittens: Prüfe die Blacklists, ob du dort stehst, denn wer in Spamfallen tappt, landet auf ihnen.
Und schließlich: Betreib sauberes E-Mail-Management, damit Spamfallen gar nicht erst zum Thema werden. Dazu gehören mindestens ein Double-Opt-in für Abonnenten, aktuelle Kontaktlisten und E-Mail-Marketing auf Basis echter Einwilligung.
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E-Mail-Design: der ultimative Leitfaden mit Beispielen
Das Versandvolumen überdenken
Wenn du zu viele Spam-Beschwerden bekommst, ist dein Versandvolumen wahrscheinlich zu groß für dein Publikum. E-Mail-Müdigkeit gibt es wirklich: Deine Abonnenten nutzen sich ab und reagieren gereizt.
Wie behebst du das? Die Antwort liegt auf der Hand: Finde das richtige Versandvolumen für deine Zielgruppe. Leichter gesagt als getan. Eine sichere Methode, die dir die exakte Zahl nennt, gibt es leider nicht, und dein Spielraum hängt auch von deiner Plattform ab: Dienste wie Brevo handhaben Warm-up und Drosselung unterschiedlich, ein Blick in ihre eigenen Empfehlungen lohnt sich also. Es gibt aber Wege, näher heranzukommen. Sieh dir diese Profi-Tipps an.
- Beobachte Abmeldungen und Öffnungsraten. Liegen sie auf einem vernünftigen Niveau, ist alles in Ordnung. Sinken sie, ist es Zeit, das Versandvolumen zu senken.
- Bitte deine Abonnenten, ihre E-Mail-Einstellungen zu aktualisieren, und bestimme so die beste Taktung.
- Optimiere die Versandzeiten.
- Erhöhe das Versandvolumen nicht in der Weihnachtszeit. Bleib bei deiner gewohnten Taktung.
- Überprüfe deine Follow-up-Strategie. Reaktivierungskampagnen können nach hinten losgehen und mehr schaden als nützen.
Und nicht zuletzt: Teste deine E-Mail-Frequenz.
Tools für Zustellbarkeits-Insights nutzen
Professionelle Tools für Zustellbarkeits-Insights liefern E-Mail-Marketern eine Fülle an Informationen, mit denen sie dramatische Situationen verhindern und Zustellbarkeitsprobleme im Vorfeld beheben.
Diese Tools gibt es in allen Formen und Größen und mit ganz unterschiedlichen Funktionen, doch im Kern drehen sie sich alle um dieselbe Fähigkeit: wertvolle Einblicke in dein Inbox Placement, also ob deine E-Mails im Posteingang oder im Spam-Ordner landen. In der Regel gehört dazu die Analyse der Authentifizierungsprotokolle sowie von Syntax und Inhalt der E-Mail.
Wir haben die besten der Nische zusammengetragen. Sieh sie dir an und finde die Plattform, die zu deinen Anforderungen passt.
Die 7 besten Tools für Zustellbarkeits-Insights und Checks
Ob du Probleme beheben oder ihnen vorbeugen willst: Diese Tools für Zustellbarkeits-Insights und Checks liefern dir alle entscheidenden Informationen für die Fehlersuche.
Unspam
Unspam ist ein Tool für Zustellbarkeits-Insights aus einer Hand, das deine E-Mails durch verschiedene Tests schickt und dir einen umfassenden Gesundheitscheck liefert.

Kennst du die 60/40-Regel für das Verhältnis von Text zu Bild in E-Mails? Das Team hinter Unspam kennt sie genau. Es kennt überhaupt alle Best Practices, die Kampagnen im E-Mail-Marketing vor dem Absturz bewahren.
Die Plattform übernimmt viele entscheidende Aufgaben, vom Domain-Blacklist-Check bis zur Prüfung der Betreffzeile auf das Risiko, Spam-Filter auszulösen. Die gründliche Analyse gibt Einblick in Inhalt, Design, E-Mail-Infrastruktur und Absender-Reputation und liefert belastbare Vorschläge zur Verbesserung.
Am Ende vergibt Unspam einen Score, der zeigt, wie gut die Chancen deiner E-Mail auf ein optimales Inbox Placement und auf echte Interaktion stehen. Und es gibt mehr: Der Dienst bietet professionelle Hilfe durch sein Team aus Experten für Zustellbarkeit.
Mailflow
Mailflow ist ein kleines, aber wirksames Assistenz-Tool für die E-Mail-Zustellung, ideal für Start-ups und Unternehmen, die im E-Mail-Marketing gerade erst anfangen. Mit manchen Funktionen der großen Anbieter der Nische kann es zwar nicht dienen (eine Auswertung der E-Mail-Daten fehlt zum Beispiel), dafür kostet es nichts. Damit ist es ein perfekter Startpunkt für alle mit knappem Budget und für alle, die erst einmal das Feld sondieren wollen.

Mailflow
Seine Kernfähigkeiten sind das Prüfen und Konfigurieren von SPF und DKIM sowie Unterstützung für technisch weniger versierte E-Mail-Marketer beim Anlegen eines DNS-Eintrags. Es beobachtet fast 100 verbreitete E-Mail-Blacklist-Anbieter genau und prüft regelmäßig die Absender-Reputation bei verschiedenen Anbietern. Außerdem bringt es ein eingebautes Auto-Warm-up mit, das für Neulinge in der Nische entscheidend ist, um sich ohne Verdacht bei den ISPs zu einer großen Abonnentenliste hochzuarbeiten.
MailTester
MailTester vereint zwei Kernfunktionen und gibt E-Mail-Marketern eine einheitliche Plattform für die wirksame Fehlersuche bei der Zustellbarkeit.

MailTester
Einerseits ist es eine erstklassige Plattform zur Verifizierung von Adressen. Sie bereinigt Abonnentenlisten, indem ihr KI-gestützter Assistent Spamfallen aufspürt und entfernt, streicht Kontakte mit ungültiger Syntax und Tippfehlern und entfernt Adressen, die in ihrer regelmäßig aktualisierten Datenbank der Beschwerdeführer stehen.
Andererseits ist es eine mächtige Suite für die Zustellbarkeit. Zu den Kernfunktionen gehören Risiko-Validator, MTA-Validator, Prüfung auf Spam-Beschwerden, Domain-Validator und Blacklist-Monitoring.
Das Beste daran: MailTester lässt sich mit allen verbreiteten Diensten der Nische verbinden, darunter Mailchimp, Hubspot und iCloud.
Alfred
Du suchst ein Tool, das große E-Mail-Mengen bewältigt und trotzdem genaue Ergebnisse liefert? Die Suche endet hier. Alfred ist der Schlusspunkt. Eine gründliche Prüfung von E-Mail-Inhalten und E-Mail-Systemen wie bei Unspam oder beim CRM von Sendpost liefert es zwar nicht, seine Hauptaufgabe erledigt es aber hervorragend, für über 125.000 Kunden rund um den Globus.

Alfred
Alfred bietet E-Mail-Verifizierung und Listenbereinigung in Echtzeit für große Kontaktmengen, die sich aus allen verbreiteten Diensten hochladen lassen. Das Tool lässt sich mit über 85 Plattformen verbinden. Außerdem bringt es alles mit, um Adressen direkt am Eingang zu validieren: Registrierungsformular, Newsletter-Anmeldung, POS-Terminals, CRM und CMS.
Ein weiterer großer Vorteil: Das System erlaubt automatisierte Abläufe. Verbinde deinen E-Mail-Anbieter oder dein CRM, stell die Einstellungen ein und genieße eine tägliche Verifizierung, die deine Abonnentenliste sauber und aufgeräumt hält.
Email List Validation
Email List Validation kann dein starker Verbündeter werden, wenn es darum geht, die Versand-Reputation in den Griff zu bekommen und Zustellbarkeitsprobleme durch schlechte Abonnentenlisten zu beheben. Herausragend ist die Listenbereinigung nach zahlreichen Kriterien und mit komplexen Algorithmen, die bösartige Adressen wie Spamfallen erkennen. Dazu kommen Blacklist-Checks, die sicherstellen, dass du in keiner der Datenbanken stehst.

Und es gibt mehr. Die Plattform nutzt zentrale Werkzeuge, um Zustellbarkeitsraten vorherzusagen und das Inbox Placement zu bestimmen. Sie misst die Leistung deiner E-Mails an den Best Practices und liefert Vorschläge zur Verbesserung.
MXToolbox
Auf den ersten Blick wirkt MXToolbox unansehnlich, es ist aber eines der beliebtesten Tools der Nische. Von Einsteigern bis zu etablierten Unternehmen bedient es seit Jahrzehnten einen großen Markt. Wenn dir für die Reparatur deiner Zustellbarkeit ein Blick auf den Zustand deines Systems reicht, ist es genau das Richtige.

MXToolbox
MXToolbox verzichtet auf das ganze Getöse multifunktionaler Plattformen und liefert nur Werkzeuge für Domain-Lookup, DNS-Lookup, DMARC-Record-Check, IP- und Domain-Blacklist-Check sowie den Zustand von E-Mail-Adressen.
Ein schickes Dashboard, KI-Assistenten oder ein reaktionsschnelles Support-Team gibt es nicht, als Startpunkt bei knappem Budget ist es aber zweifellos hervorragend.
Email Deliverability CRM von Sendpost
Unsere Liste der Tools für die Fehlersuche bei der E-Mail-Zustellbarkeit wäre ohne eine All-in-one-Lösung von einem der großen Anbieter unvollständig. Hinter diesem starken CRM steht Sendpost. Es ist komplex und damit eher etwas für große Unternehmen, die Zehntausende Kunden verwalten müssen. Trotzdem stecken darin wertvolle Werkzeuge, die dein Niveau heben, wenn dein Budget etwas hergibt oder dein Unternehmen bereit für den nächsten Schritt ist.

Email Deliverability CRM von Sendpost
Die Plattform ist stolz auf diese Aufgaben:
- Sie prüft die E-Mail-Zustellbarkeit bei allen verbreiteten E-Mail-Anbietern.
- Sie erkennt die wichtigsten Vorfälle rund um die Zustellbarkeit und baut Wissen im Unternehmen auf, damit sie sich nicht wiederholen.
- Sie verfolgt und analysiert die Fortschritte auf Ebene der Infrastruktur und der Kunden.
- Sie automatisiert den Prozess über eine Reihe von Tags, mit denen Unternehmen ihre Abläufe an eigene Bedürfnisse und Vorgaben anpassen und dabei viel wertvolle Zeit und viel Geld sparen.
Fazit
Wenn die wichtigsten Kennzahlen (etwa Öffnungsrate und Klickrate) schwinden, ist es Zeit, dein Programm im E-Mail-Marketing genauer anzusehen, denn das kann das erste Anzeichen für Zustellbarkeitsprobleme sein. Es gibt aber noch andere Gründe für schwache Zustellbarkeit: ständige Hard Bounces, viele Spam-Beschwerden, eine schwache Absender-Reputation und sogar eine fehlerhafte Authentifizierung der E-Mail-Domain.
Was auch immer die Ursache ist: Wegsehen kannst du nicht, sonst sind alle Mühen im E-Mail-Marketing umsonst. Zustellbarkeitsprobleme zu beheben hat oberste Priorität, wenn du deinen Plan fürs E-Mail-Marketing weiterverfolgen und die Vorteile dieses Kanals nutzen willst.
Die gute Nachricht: Für die Fehlersuche gibt es zahlreiche Tools. Manche spüren bösartige Kontakte in den Abonnentenlisten auf, andere zeigen dir Fauxpas in Inhalt und Design deiner E-Mails, die Spam-Filter auslösen können.
Denk bei der Wahl der Plattform daran, dass eine hohe Zustellbarkeitsrate dauerhafte Arbeit ist. Entscheidend ist deshalb ein Partner für die lange Strecke, der zu deinen Anforderungen passt und dich deine Marketing-Ziele im Rahmen deines Budgets verfolgen lässt.