Kostenloser IP-Blacklist-Check

Gib eine IPv4-Adresse ein und prüfe sie gegen mehr als 20 öffentliche E-Mail-DNS-Blacklists (DNSBLs), darunter SpamCop, Barracuda, UCEPROTECT, PSBL, Mailspike und DroneBL, nach Wichtigkeit gruppiert. Kostenlos, läuft sofort im Browser über DNS-over-HTTPS, ohne Anmeldung und speichert nichts.

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Was ist eine DNS-Blacklist (DNSBL)?

Eine DNS-Blacklist, auch DNSBL oder RBL genannt, ist eine veröffentlichte Liste von IP-Adressen, die in der Vergangenheit Spam oder missbräuchlichen Traffic verschickt haben. Mailserver fragen diese Listen in Echtzeit über DNS ab, und wenn deine sendende IP gelistet ist, kann der empfangende Server deine Nachricht verzögern, in den Spam-Ordner schieben oder direkt ablehnen. Die Listen unterscheiden sich darin, wie aggressiv sie sind und wie sie entscheiden, was gelistet wird: Manche reagieren auf Treffer in Spamfallen und auf Beschwerden, andere weiten die Listung auf ganze Subnetze oder Netzwerke aus. Dieses Tool fragt jede Liste für die eingegebene IP ab und meldet zurück, welche eine Listung liefern. Von den großen DNSBLs fernzubleiben, gehört neben SPF, DKIM und DMARC zum Kern der E-Mail-Zustellbarkeit.

So liest du dein Ergebnis

  • Gelistet oder nicht gelistet

    Eine DNSBL beantwortet jede Abfrage mit einer Adresse aus dem Bereich 127.0.0.0/8, wenn eine IP gelistet ist, und ohne Eintrag, wenn sie sauber ist. Ein Ergebnis „Gelistet“ bedeutet also, dass der Listenbetreiber deine IP aktuell markiert, „Nicht gelistet“ heißt, dass sie gerade nicht auf dieser Liste steht. Manche Betreiber antworten auf Abfragen öffentlicher Resolver mit einem Code 127.0.0.1 oder 127.255.x, den das Tool als „keine Antwort“ (eine blockierte Abfrage) zeigt, nicht als Listung, sodass nur 127.0.0.2 und höher als echte Listung zählen.

  • Welche Listen geprüft werden

    Dieses Tool prüft mehr als 20 Listen, die mit öffentlichen Resolvern funktionieren, dieselben Anbieter, die auch seriöse kommerzielle Checker abfragen, nach Wichtigkeit gruppiert: SpamCop, Barracuda, Mailspike, DroneBL, PSBL, GBUdb Truncate, UCEPROTECT Level 1 bis 3, InterServer, 0Spam, Scientific Spam, Backscatterer, NordSpam und weitere regionale und spezialisierte Listen. Jeder Betreiber legt eigene Regeln für die Listung fest, sodass ein Treffer auf einer Liste nicht immer Treffer auf den anderen bedeutet. Bei jeder Liste ist geprüft, dass sie bekannt saubere IPs nicht listet, sodass eine saubere IP nie fälschlich markiert wird.

  • Spamhaus wird verlinkt, nicht abgefragt

    Spamhaus ZEN blockiert Abfragen über öffentliche DNS-Resolver (etwa Google und Cloudflare), sodass eine Prüfung im Browser nie ein verlässliches Urteil von ihm bekommt. Statt eine nichtssagende Zeile zu zeigen, verlinkt das Tool ihn unter den Ergebnissen. Prüfe Spamhaus direkt auf check.spamhaus.org, um sicherzugehen, dass deine IP auch dort sauber ist.

  • Das UCEPROTECT-Level ist entscheidend

    Level 1 listet eine einzelne IP, Level 2 weitet die Listung auf das umgebende Subnetz oder die Zuteilung aus, und Level 3 listet ein ganzes Netzwerk (ASN). Ein Treffer auf Level 2 oder 3 spiegelt oft einen lauten Nachbarn auf gemeinsam genutzter Infrastruktur wider, nicht ein Fehlverhalten deiner eigenen IP.

  • Reverse DNS (PTR)

    Neben den Blacklists prüft das Tool das Reverse DNS der IP. Einen PTR-Eintrag, der wieder auf dieselbe IP auflöst (forward-confirmed, also FCrDNS), erwarten Gmail, Yahoo und Microsoft. Ein fehlender PTR ist ein häufiger Grund, warum E-Mails von einer sonst sauberen IP abgelehnt oder gefiltert werden.

Häufige Probleme und Lösungen

Auf UCEPROTECT Level 2 oder 3 gelistet

Level 2 und 3 listen nicht deine konkrete IP wegen deines eigenen Verhaltens. Sie markieren das größere Subnetz oder das ganze Netzwerk (ASN) wegen anderer Absender darin. Die meisten Empfänger gewichten diese Listen gering, prüfe also, ob deine E-Mails wirklich blockiert werden, bevor du reagierst, und wende dich an deinen Hosting-Anbieter oder ESP, dem der Netzbereich gehört.

Geteilte IP trägt fremde Reputation

Bei einer geteilten sendenden IP kann ein einziger schlechter Absender die Adresse auf eine Blacklist bringen und allen darauf schaden. Meist kannst du das nicht allein lösen: Melde es deinem E-Mail-Anbieter oder Host, damit er die Ursache beseitigt und das Delisting beantragt. Wenn sich die Listungen wiederholen, wechsle auf eine dedizierte IP und wärme sie schrittweise auf.

Gelistet nach einer Kompromittierung oder Fehlkonfiguration

Ein Spam-Ausschlag, ein offenes Relay, ein gehacktes Konto oder ein mit Malware infizierter Rechner in deinem Netzwerk kann schnell eine Listung auslösen. Finde und stoppe zuerst die Quelle, wechsle die Zugangsdaten und behebe die Ursache. Ein Delisting zu beantragen, bevor das Problem behoben ist, führt meist dazu, dass die IP innerhalb von Stunden wieder gelistet wird.

Automatisch ablaufende Listen vs. manuelles Delisting

Listungen verschwinden auf unterschiedliche Weise. SpamCop läuft von selbst ab, sobald der Missbrauch aufhört, oft schon nach etwa einem Tag. UCEPROTECT Level 1 läuft ebenfalls kostenlos automatisch ab, aber erst, nachdem die IP sieben Tage sauber war. PSBL läuft auch automatisch ab, das kann jedoch zwei bis drei Wochen dauern, nutze also das sofortige Self-Service-Formular zum Delisting, sobald du die Ursache behoben hast. Barracuda und Mailspike verschwinden nicht schnell von selbst: Reiche nach der Behebung einen Antrag über das Formular des Betreibers ein.

Deine Fragen, beantwortet.

Wie beantrage ich ein Delisting von einer Blacklist?
Behebe zuerst die Ursache: Stoppe die Spam-Quelle, sichere kompromittierte Konten und räume deine Versandpraxis auf. SpamCop entfernt die IP dann automatisch, sobald die Meldungen aufhören, meist innerhalb von etwa einem Tag. UCEPROTECT Level 1 läuft nach sieben sauberen Tagen kostenlos automatisch ab, und PSBL läuft in etwa zwei bis drei Wochen ab oder sofort über sein Self-Service-Formular. Bei Listen wie Barracuda und Mailspike gehst du zum Delisting-Formular des Betreibers, gibst deine IP ein und erklärst kurz, was du behoben hast. Ein Delisting zu beantragen, bevor das Problem gelöst ist, führt meist zu einer schnellen erneuten Listung.
Prüft dieses Tool Spamhaus?
Nicht direkt im Tool. Spamhaus blockiert Abfragen offener öffentlicher DNS-Resolver, sodass ein Browser-Checker über DNS-over-HTTPS kein verlässliches Ergebnis bekommt. Statt eines vorzutäuschen, verlinkt das Tool Spamhaus unter den Ergebnissen, damit du es direkt auf check.spamhaus.org prüfen kannst. Es ist eine der von Mailbox-Providern am häufigsten genutzten Listen, prüfe also immer auch dort.
Sollte ich mir über eine geteilte gegenüber einer dedizierten IP Gedanken machen?
Bei einer geteilten IP hängt deine Reputation an jedem anderen Absender, der diese Adresse nutzt, sodass ein einziger schlechter Akteur euch alle auf eine Liste bringen kann und du das Delisting nicht allein erreichst. Eine dedizierte IP gibt dir volle Kontrolle, muss aber aufgewärmt und aktiv gehalten werden, um Reputation aufzubauen. Absender mit hohem Volumen bevorzugen meist dedizierte IPs; kleineren Absendern ist oft mit einem gut verwalteten geteilten Pool besser gedient. In beiden Fällen zeigt unser Inbox-Placement-Test, wie sich das auf die tatsächliche Zustellung auswirkt.
Ich stehe auf keiner Liste, aber meine E-Mails landen trotzdem im Spam. Warum?
Blacklists sind nur ein Signal. Zustellbarkeit hängt auch von der Ausrichtung von SPF, DKIM und DMARC ab, von Engagement, Beschwerderaten, Inhalt und Domain-Reputation, was DNSBLs nicht erfassen. Nutze unsere Zustellbarkeits-Tools, um die Authentifizierung zu prüfen, und unseren Inbox-Placement-Test, um zu sehen, wo deine E-Mails wirklich landen. Eine saubere IP mit schwacher Authentifizierung oder geringem Engagement kann trotzdem gefiltert werden.
Ist dieser IP-Blacklist-Check wirklich kostenlos und privat?
Ja. Er ist völlig kostenlos, ohne Anmeldung, läuft komplett im Browser über DNS-over-HTTPS und speichert weder die geprüften IP-Adressen noch deine Ergebnisse. Du kannst ihn so oft nutzen, wie du willst. Entdecke unsere weiteren kostenlosen Checker auf der Unspam-Startseite.

Ein sauberer Eintrag ist Schritt eins. Sieh, wo deine E-Mails wirklich landen.