Kunden sagen mir immer wieder, meine Bestellbestätigungen wirken gefälscht. In der From-Zeile steht store+66295627989@shopifyemail.com, und ein paar haben sie als Phishing gemeldet.
Das ist Shopifys Rückfalladresse. Kann die Domain hinter deiner Absenderadresse die Authentifizierungsanforderungen von Gmail und Yahoo nicht erfüllen, schreibt Shopify die From-Adresse auf store+123@shopifyemail.com um, damit die Benachrichtigung trotzdem zugestellt wird. Das ist weder ein fauler Kompromiss noch ein Fehler, sondern der dokumentierte Notbetrieb, und er sieht genau nach der Art von Diskrepanz aus, die Kunden gelernt haben zu melden.
Die Lösung
Geh zu Einstellungen > Benachrichtigungen, klick auf Domain authentifizieren und veröffentliche jeden CNAME-Eintrag aus dem Dialog. Leg danach einen einzelnen TXT-Eintrag auf _dmarc mit v=DMARC1; p=none an. Gib dem Ganzen bis zu 48 Stunden, sieh dann im Abschnitt zur Absender-E-Mail-Adresse nach und gib eine echte Testbestellung auf, um die From-Zeile zu bestätigen.
Ich habe alle CNAME-Einträge vor drei Tagen angelegt, und Shopify sagt weiterhin, meine Domain sei nicht authentifiziert.
Dafür gibt es meist zwei Gründe. Shopifys Doku warnt, dass die Anzahl der Einträge variieren kann und du jeden im Dialog angezeigten Eintrag anlegen musst, ein unvollständiger Satz wird deshalb nie validiert. Unabhängig davon hängen viele DNS-Anbieter deine Domain an alles an, was du ins Host-Feld tippst, aus einem eingefügten vollständigen Hostnamen wird so etwas wie shopifyemail.mystore.com.mystore.com, und die Abfrage läuft still ins Leere.
Die Lösung
Öffne den Dialog Domain authentifizieren erneut und gleich ihn Eintrag für Eintrag mit deiner DNS-Zone ab. Prüf, ob dein Anbieter das nackte Label oder den vollständigen Hostnamen erwartet, und löse jeden CNAME auf, um zu bestätigen, dass er antwortet. Liegt deine Domain bei Cloudflare, GoDaddy oder IONOS, lösch die manuell angelegten Einträge und nutz stattdessen Shopifys automatische Option.
Wir haben das Marketing zu Klaviyo umgezogen und dort eine Versand-Subdomain authentifiziert, aber auf unseren Shopify-Belegen steht weiterhin via shopifyemail.com.
Das sind zwei voneinander unabhängige Versandsysteme, die zufällig eine Marke bedienen. Klaviyos eigene Versanddomain authentifiziert ausschließlich Klaviyos Kampagnen. Shopifys Bestellbestätigungen, Versandbenachrichtigungen und Erstattungshinweise berühren Klaviyo nie, und die meisten davon lassen sich nicht abschalten, sie gehen also weiter unter der Absender-E-Mail-Adresse aus Einstellungen > Benachrichtigungen raus, mit genau der Authentifizierung, die diese Domain eben hat.
Die Lösung
Authentifiziere auch den Shopify-Weg: Einstellungen > Benachrichtigungen, Domain authentifizieren, CNAMEs veröffentlichen und sicherstellen, dass ein DMARC-Eintrag die Domain abdeckt. Teste danach beide Wege getrennt, einen Klaviyo-Kampagnenversand und eine echte Shopify-Bestellung, denn ein Bestehen auf dem einen sagt nichts über den anderen.
Ich habe DMARC sauber mit strenger Ausrichtung eingerichtet, wie es im Härtungsleitfaden stand, und Shopify hat sofort aufgehört, meine Absenderadresse zu nutzen.
Strenge Ausrichtung verlangt eine exakte Übereinstimmung zwischen From-Domain und authentifizierter Domain, ohne jede Toleranz für Subdomains. Shopifys Doku sagt ausdrücklich, dass du adkim=s oder aspf=s nicht aufnehmen und stattdessen adkim=r und aspf=r nutzen sollst, weil der eigene Versandweg strenge Ausrichtung nicht erfüllen kann. Scheitert die Validierung, greift die Umschreibung des Absenders.
Die Lösung
Änder den TXT-Eintrag auf _dmarc auf adkim=r und aspf=r, oder lass beide Tags weg, denn ohne sie gilt ohnehin relaxed. Stell sicher, dass es genau einen DMARC-TXT-Eintrag gibt, denn Dubletten scheitern schon für sich an der Validierung. Sieh danach unter Einstellungen > Benachrichtigungen erneut bei der Absender-E-Mail-Adresse nach.
Laut Kampagnenbericht ging sie an rund 4.000 Personen, das Segment, das ich ausgewählt habe, hat aber 9.000. Wo ist der Rest hin?
Zwischen deinem Segment und dem Versand laufen drei Filter. Intelligente Zustellung grenzt die Zielgruppe auf aktive Abonnenten ein, sobald eine Versandliste 1.000 Abonnenten überschreitet. Bot-Filterung entfernt Anmeldungen von Bots, und Listengesundheit entfernt alle, die gebounct sind, sich abgemeldet oder eine Spam-Beschwerde eingereicht haben. Die letzten beiden laufen bei jedem Versand mit und lassen sich nicht abschalten.
Die Lösung
Öffne Apps > Messaging > Einstellungen > Zustellung, um zu sehen, welche Filter aktiv sind, und schalte Intelligente Zustellung ab, wenn du die größere Zielgruppe bewusst willst. Behandle die Lücke als Datenpunkt zur Listenqualität und nicht als Fehler im Reporting: Ein Segment mit 9.000 Personen, aus dem 4.000 zustellbare, aktive Adressen werden, sagt dir, wo dein Risiko für Beschwerden sitzt.